Chris Volk, 29, ist Inhaber der Kiteschule Skywalker. Am Feldberg im Schwarzwald, in Zell am See in Österreich und am Rittner Horn in Italien bringt er Skifahrern und Snowboardern das Snowkiten bei. Dass er selbst ein absoluter Profi ist, zeigte er bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Snowkiten. Dort wurde er mit den Skiern Dritter in der Freestyle-Kategorie.
Sie sind Snowkite-Lehrer und einer der besten deutschen Snowkiter. Was ist das Faszinierende an dieser Sportart?
Dass man den Wintersport mit dem Kitesurfen verbinden kann. Ich fahre nicht nur Ski, sondern bediene gleichzeitig den Drachen, arbeite mit der Natur und mit dem Wind. Ich komme an Orte, die ich als Skifahrer nie erreiche. Ich kann springen, abkürzen – das ist einfach Freiheit pur. Und dann kommt noch das Adrenalin dazu: Ich nutze Snowkiten oft als Ventil, um Stress abzubauen.
Kann denn jeder mit dem Lenkdrachen auf die Piste?
Ja, definitiv! Wer Ski oder Snowboard fährt, kann auch Snowkiten. Allerdings appelliere ich an jeden, zuerst einen Kurs zu besuchen. Voraussetzung ist in unserer Schule, dass die Teilnehmer sicher eine Piste herunterfahren können. Sonst ist es schwierig. Unsere Kurse fangen auf dem Berg an und da muss man ja auch wieder runter.
Was ist für einen Anfänger das Schwierigste?
Das Beherrschen des Schirms. Am Anfang beherrscht der Schirm den Snowkiter. Nach dem ersten Tag sollte es andersherum sein. Anfänger müssen lernen wie man startet, wie man landet, wie man das Material bedient. Sie dürfen nicht panisch reagieren und nicht verkrampfen. Wenn sie das alles drauf haben, geht es auf die Skier oder aufs Snowboard. Und dann wartet die nächste Herausforderung: die Koordination der Bretter und des Schirms.
Snowboard oder Ski – was ist zum Snowkiten besser geeignet?
Mit Skiern ist es einfacher. Sie können Ausfallschritte machen, sind insgesamt stabiler und haben schon am ersten Tag die ersten Erfolgserlebnisse. Mit dem Snowboard dauert es länger. Da ist man festgeschnallt und kann sich nur nach vorne oder nach hinten lehnen.
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