René Wegner, geboren 1982 in Kaiserslautern, rief 2006 mit Freunden eher durch Zufall die Sportart Headis ins Leben. Seitdem tourt der 29-jährige Sportlehrer durch Deutschland und verbreitet das Headis-Fieber an Universitäten und in Sportvereinen.
Herr Wegner, wie fühlt man sich als „Vater einer Sportart“?
Sehr müde! (lacht) Das ist ja mittlerweile fast schon ein Job geworden. Eigentlich noch mehr, denn an den Wochenenden spielst du die Turniere. Ich muss ja auf meine Position in der Weltrangliste achten. Im Sommer hatte ich, wenn ich mal nachrechne, so um die drei Tage Urlaub.
Sie haben „Headis“, das Kunstwort setzt sich zusammen aus Kopf und Tennis, erfunden. Erzählen Sie doch mal – wie kam's dazu?
Ganz einfach: Das war 2006 im Kaiserslauterer Freibad in der Wesch. Eigentlich wollten wir, also ein paar Kumpels und ich, Fußballtennis auf dem Beachvolleyball-Platz spielen. Der war belegt. Aber die Tischtennisplatten waren frei. Also haben wir angefangen, uns den Ball wie bei einem Tischtennisspiel übers Netz zuzuköpfen und haben daraus so eine Art Wettkampf gemacht.
Das war aber erst der Anfang ...
Richtig. Irgendwie hat mich die Idee fasziniert. Dann habe ich sie im Rahmen des Studiums mit meinem Kommilitonen Felix Weins weiter entwickelt. Über die verschiedenen Unis vor allem bei uns im Südwesten hat sich Headis weiterverbreitet. Manche haben es sogar ins Hochschul-Sportprogramm übernommen. 2008 haben wir angefangen, mehr aus Spaß eine Turnierserie zu starten.
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