Fairplay ohne Schiedsrichter

Frisbee-Spieler schwitzen gemeinsam und feiern gemeinsam. Schiedsrichter brauchen sie dafür nicht. Nur ein paar Regeln, an die sich alle halten sollten.

Bild: Thema Ultimate Frisbee Regeln
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Ultimate Frisbee ist ein Ganzjahres-Sport. Denn die kleinen Scheiben fliegen sowohl im Freien als auch in der Halle. Das Spielfeld draußen ist in etwa so groß wie ein längs halbierter Fußballplatz, an dessen kurzen Seiten sich die jeweils 18 Meter tiefen Endzonen befinden. Nur innerhalb derer können die Spieler punkten. Das Spielfeld in der Halle richtet sich nach der Hallengröße. Draußen laufen je sieben Spieler oder Spielerinnen in Männer-, Frauen- oder gemischten Teams auf. In der Halle treten fünf gegen fünf an.

Teamgeist und Kompromissbereitschaft stehen beim Ultimate Frisbee eindeutig im Vordergrund. Wie bei jeder Mannschaftssportart sind dennoch ein paar grundsätzliche Regeln notwendig. Was auf jeden Fall gilt, haben wir hier für Sie aufgelistet.

Ziel: Fangen in der Endzone

Die beiden Mannschaftskapitäne einigen sich vor einer Partie auf das Wurfgerät, mit dem gespielt wird. Dann geht’s los mit dem so genannten Anwurf. Dabei wirft die verteidigende Mannschaft dem angreifenden Team die Scheibe zu. Die versucht nun, das Frisbee® durch gegenseitiges Zuwerfen in die gegnerische Endzone zu bugsieren und dort zu fangen. Gelingt dies, gibt es einen Punkt und der Gegner erhält die Scheibe.

Das Spielende kann von Turnier zu Turnier variieren. Gemäß den offiziellen Spielregeln gewinnt das Team, das zuerst 17 Punkte (mit zwei Punkten Vorsprung) erzielt hat. Manchmal reichen aber auch schon 13 oder 15 Punkte für einen Sieg. Bei einigen Veranstaltungen steht nach Ablauf einer vorher festgelegten Spielzeit der Sieger fest.

Fouls als Gemeinschaftsentscheidung

Beim Ultimate Frisbee wird Fairness großgeschrieben. Da kein Schiedsrichter im Einsatz ist, sind die Spieler selbst für die Einhaltung der Regeln verantwortlich. Regelwidrige Handlungen zeigt der gefoulte Spieler selbst durch einen Foul-Ruf an. Das Spiel wird unterbrochen. Dann entscheiden die Spieler gemeinsam, ob tatsächlich ein Foul vorliegt. Falls ja, erhält das benachteiligte Team das Frisbee®, falls nicht, wird der letzte Spielzug wiederholt.

Regelwidrige Handlungen sind:

  • Körperkontakt
  • Fangen der Scheibe außerhalb des Spielfelds
  • Bodenkontakt des Frisbees®

Der Spieler, der gerade im Besitz der Scheibe ist, darf nicht weiterlaufen, lediglich ein Sternschritt wie beim Basketball ist erlaubt. Außerdem muss er das Spielgerät nach spätestens zehn Sekunden wieder werfen, sonst gilt das ebenso als ein Foulspiel. Nach jedem Regelverstoß erhält das gegnerische Team die Scheibe und greift sofort an.

Die Spieler dürfen nach jedem Punkt ausgewechselt werden (fliegender Wechsel).

     

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