Aus Kollegen werden Liebende. Das ist gar nicht so selten. Umfragen sprechen davon, dass 30 bis 40 Prozent der Berufstätigen zumindest einmal eine Affäre in der Firma hatten und jeder Zehnte heiratet seine Kollegin bzw. seinen Kollegen. Kein Wunder eigentlich, verbringt man doch am Arbeitsplatz mehr Zeit als mit den besten Freunden. Warum also nicht im Büro den Partner fürs Leben finden? Nichts liegt bzw. sitzt näher als der Kollege vis-à-vis.
Liebe motiviert
Untersuchungen haben gezeigt: Wer sich in einen Kollegen oder eine Kollegin verliebt, erscheint besonders pünktlich und darüber hinaus hoch motiviert zur Arbeit. Dies gilt zumindest bis zu dem Punkt, an dem man noch nicht gemeinsam eine Wohnung teilt. Prinzipiell hat eine solche Büro-Beziehung eine gute Basis: Dinge, die man anderen erst lang und breit erklären müsste, sind hier schon bekannt. Bei Jobproblemen kann man sich gegenseitig unterstützen. Praktischerweise lässt sich oft auch noch der Feierabend absprechen und schon bei der gemeinsamen Heimfahrt einläuten.
Doch was so einfach klingt, hat im Alltag natürlich auch Nachteile. Vor allem bekommt man das zu spüren, wenn es mal nicht mehr so gut klappt in der Beziehung. Den Partner kann man vor die Tür setzen. Den Kollegen nur in den seltensten Fällen. Und dann sitzt man sich weiter gegenüber. Tag für Tag. Drum prüfe, wer sich – am Arbeitsplatz – bindet. Frische Paare sollten ihre Liebelei besser erst einmal für sich behalten. Zeigt sich, dass die Sache Bestand hat, ist es empfehlenswert, mit der Sprache rauszurücken, denn sonst kann das "kleine Geheimnis" zur handfesten Lüge werden und damit auch die Arbeitsbeziehungen belasten.
- Seite 1: Vom gemeinsamen Büro zur gemeinsamen Wohnung
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