Raum & Ordnung: Harmonie für die Seele

Kreatives Chaos oder strukturierte Klarheit – Ordnung sieht für jeden anders aus. Achten Sie darauf, was Ihnen gut tut, und Sie werden sich wohl fühlen.

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Raum & Ordnung: Harmonie für die Seele

Unser Körper reagiert auf jeden Raum, den wir betreten. In Sekundenbruchteilen setzt er um, was unsere Sinne wahrnehmen. Blutdruck, Puls, Gehirnströme und Atemfrequenz ändern sich. Was für jedes Einzelnes Wohlgefühl in Räumen bedeutet, ist höchst individuell. Wichtig ist, dass Bedürfnisse befriedigt werden: Rückzugs- oder Partyhöhle, Ruhe oder eher Anregung. Repräsentiert das Zimmer wirklich mich – beziehungsweise uns? Allerdings dürfe das Repräsentieren über die Einrichtung nicht das Leben darin verhindern, gibt der Psychologe Alexander Mitscherlich zu bedenken.

Die Tür hinter sich schließen
Laut Wohnpsychologen gehören zu den Hauptfunktionen, die jede Wohnung für einen Menschen erfüllen sollte, Häuslichkeit, Komfort und Intimsphäre. "Wenn ich einen Konflikt nicht beenden kann, indem ich meine Tür hinter mir schließe, führt das zu Dauerstress, der mich krank machen kann", betont die Psychologin Antje Flade. Laut wissenschaftlichen Studien hat schon ein eigenes Kinderzimmer und dessen Größe Einfluss auf die geistige Entwicklung eines Kindes. So sollte der Nachwuchs mit der Schulzeit, spätestens aber ab zehn Jahren, einen eigenen Raum mit einer Mindestgröße von zwölf Quadratmeter für sich haben.

Räumliche Dissonanzen machen auf Dauer krank
Erfolgreiche Einrichtungstrends wie das asiatische Feng-Shui oder die Ratschläge von „Simplify your Life“ laufen stets auf ein ähnliches Ziel hinaus: Aufräumen und durch eine gewisse Ordnung im Raum mehr Harmonie in der Seele zu erzeugen. Wohndesigner vergleichen das mit Klängen. Ähnlich wie sich der Körper bei harmonischen Tönen entspannt und bei Dissonanz auf Achtsamkeit einstellt, lässt sich auch durch die Formensprache die Balance zwischen Ordnung und Dissonanz bewusst erzeugen. Nehmen Dissonanzen überhand, verweigert der Körper die Entspannung. Auf Dauer entstehen Schlafstörungen, Depressionen und andere Krankheitssymptome.

 

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