Das Nachwuchstalent von nebenan übt täglich Trompete. Die Nachbarin im Stockwerk darüber stöckelt durch die Wohnung. Draußen dröhnt der Verkehr. Orte und Zeiten der Stille sind im Rückzugsgebiet Wohnung sehr wichtig, denn der Körper schüttet bei Lärm permanent Stresshormone aus. Menschen registrieren Verkehrslärm auch noch im Schlaf, wie Messungen der Gehirnströme zeigen. Wer das Schlafzimmer nicht verlegen kann, sollte die möglichst schallisolierten Fenster geschlossen halten. Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel können den Lärm um weitere fünf Prozent mindern. Und dann bleiben noch die Ohrenstöpsel, die jedoch nicht jeder Mensch als angenehm empfindet. Sie nehmen jedoch auch dem Geräuschpegel schnarchender Partner die Spitze.
Belastung in Dezibel
Wer zu Hause geistig arbeitet, benötigt ebenfalls ein ruhiges Plätzchen. Arbeitsmediziner beziffern Konzentrationsverlust und Leistungsminderung durch störenden Lärm auf 20 bis 30 Prozent. Wo geistige Arbeit fällig ist, sollten 55 Dezibel (dB) nicht überschritten werden. Zum Vergleich: Das Grundgeräusch in der freien Natur beträgt 30 bis 40 dB. Normale Sprache in einem Meter Entfernung 55 bis 60 dB. Starker Straßenverkehr in etwa sieben Meter Entfernung: 80 bis 85 dB. Jeweils zehn dB mehr wird als doppelt so laut empfunden. Dauerbelastungen über 65 dB führen zu Störungen des vegetativen Nervensystems, über 90 dB zu Gehörschäden.
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