Gelbe Kartoffeln kennt jeder. Doch wer hat schon einmal blaue, rosafarbene oder rote Kartoffeln probiert? Liebhaberkreise, Pflanzensammler und die Spezialgastronomie entdecken diese alten Sorten wieder. Die farbenfrohen Kartoffeln von anno dazumal sind allerdings sehr pflegeintensiv und bringen nur geringe Erträge ein. Als Massenware sind sie daher völlig ungeeignet und in keinem Supermarkt zu finden. Wer wissen möchte, wie „Hermanns Blaue“ oder „Ackersegen“ schmecken, kann sie nur direkt beim Erzeuger vor Ort einkaufen oder über das Internet bestellen.
Roseval

Die französische Sorte von 1950 bringt als Pellkartoffel rote Farbtupfer auf den Teller. Unter der Schale kommt ihr gelbes Fleisch zum Vorschein, das sich durch einen guten, cremigen Geschmack auszeichnet.
Linda Rösti

Gelbe Schale und tiefgelber Kern – das ist „Linda Rösti“. Die kleinen festkochenden Knollen überzeugen durch ihren besonders cremigen Geschmack. Linda Rösti ist ein Kind der siebziger Jahre: 1974 wurde sie erstmals angebaut.
Shetland Black

Wer bei „Shetland Black“ an Ponys denkt, irrt gründlich. Hinter dem Namen verbirgt sich eine besondere Kartoffelsorte von den schottischen Shetlandinseln. Auffällig ist die schwarz-violette Schale der bohnenförmigen Knollen, die ein gelbes Fleisch mit lila Ring umschließt. Die schottische Sorte aus dem Jahre 1900 schmeckt angenehm cremig.
Hermanns Blaue

Die deutsche Landsorte mit blauem Fleisch und blauer Schale ist nicht nur ein echter Hingucker, sondern auch richtig gesund! Ihre auffällige Färbung verdankt sie Pflanzenfarbstoffen (Anthocyane), die antioxidativ wirken, das heißt Reaktionen hemmen, die unser Körpergewebe schädigen können. Ihre rund-ovalen Knollen lassen sich prima als Salz-, Pell-, Back- oder Gratinkartoffeln zubereiten.
Ackersegen

Der „Ackersegen“ hat seinem Namen nicht nur in Kriegszeiten alle Ehre gemacht. Die Kartoffelsorte wurde 1929 zugelassen und hatte in den 40er und 50er Jahren ihre Blütezeit. Die gelbschaligen, großen Knollen schmecken nach dem Kochen schön buttrig.
Thema im Überblick:
- Toll, diese Knolle!
- Facettenreiches Gemüse
- Rundum gesund
- Richtig gekocht ist halb gewonnen
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