Sie sind tierisch eifersüchtig und können sogar gewalttätig werden: Waldsalamander-Weibchen reagieren extrem feindselig auf die Untreue des Lurchgatten. Sie stellen sich in Positur und beißen auch schon mal zu. Beim Menschen ist das nicht viel anders: Eifersucht gehört zu den häufigsten Scheidungs- und Trennungsgründen und ist oft das Motiv bei Gewalttaten.
Ein Eifersüchtiger weiß nichts, ahnt viel und fürchtet alles
Nach Angaben des Mannheimer Diplom-Psychologen und Buchautors Rolf Merkle verspüren rund 80 Prozent aller Männer und Frauen Eifersucht, ein knappes Drittel bezeichnet sich selbst als extrem eifersüchtig. Ursachen dafür sind meist ein geringes Selbstwertgefühl und wenig Selbstvertrauen. „Wenn man sich selbst nicht für liebenswert hält, zweifelt man ständig daran, ob man für den Partner (noch) attraktiv ist“, so Merkle.
Männer und Frauen werden aus unterschiedlichen Gründen eifersüchtig, wie eine Studie der Universität Bielefeld belegt: Bei Frauen löst vor allem emotionale Untreue Eifersucht aus, Männer reagieren stärker bei sexueller Untreue. Nach Ansicht der Forscher ist dies auf die Rollenverteilung in der menschlichen Frühgeschichte zurückzuführen, die bis heute nachwirkt. Auch die Körpergröße spielt dabei offenbar eine Rolle, wie niederländische Forscher kürzlich herausgefunden haben: Danach werden kleinwüchsige Männer schneller eifersüchtig als große. Frauen von mittlerer Körpergröße sind am seltensten eifersüchtig, während ihre besonders großen oder kleinen Geschlechtsgenossinnen häufiger davon geplagt werden.
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